EARS & WAVES

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Der Haas-Effekt.

Verzögere ein Ohr um ein paar Millisekunden, und ein Klatschen springt auf die andere Seite – du hörst aber immer noch nur ein Klatschen. Setz Kopfhörer auf und hör, wo aus einem Klang zwei werden.

Läuft gerade Tiefschlaf

Hör mit Kopfhörern

Setz Kopfhörer auf: Über Lautsprecher hören beide Ohren beide Seiten, und der Effekt geht verloren. Tippe ein Beispiel an, um es abzuspielen, und noch einmal für Pause. Dasselbe Klatschen erreicht dein rechtes Ohr jedes Mal ein wenig später.

So funktioniert der Haas-Effekt

Ein Klang von links erreicht zuerst dein linkes Ohr und das rechte bis zu etwa 0,6 bis 0,7 ms später – so lange braucht er um deinen Kopf herum. Das Gehirn nutzt diesen Abstand, um Klänge zu orten. Gib einem Ohr eine so kleine Verzögerung, und das Klatschen wandert zur anderen Seite.

Längere Verzögerungen klingen nicht weiter links. Von etwa 1 ms bis rund 30 ms verschmilzt das Gehirn beide Ankünfte zu einem Klang und ortet ihn dort, woher der erste kam: der Präzedenzeffekt, auch Gesetz der ersten Wellenfront genannt, den Helmut Haas 1949 untersuchte. Er sorgt dafür, dass Räume nicht wie ein Echosaal klingen; kommt der zweite Schall später als etwa 30 bis 40 ms, löst er sich als Echo ab.

Gut zu wissen

  • Die späte Kopie darf bis zu etwa 10 dB lauter sein, und der Klang scheint trotzdem von der ersten zu kommen. Ein Beispiel hier macht die späte Seite doppelt so laut, 6 dB.
  • Tontechniker verlassen sich darauf: Verzögert man die Lautsprecher hinten in einem Saal um die richtigen paar Millisekunden, scheint der Klang weiter von der Bühne zu kommen.
  • Beim Mischen verbreitert man damit einen Mono-Klang: Dieselbe Spur ein paar Millisekunden später auf der anderen Seite klingt breit, aber einfach. Wieder zu Mono summiert, kann sie dünn und hohl werden.
  • Wann die Kopie zum Echo wird, hängt vom Klang ab: bei scharfen Klicks schon ab 5 bis 10 ms, bei Sprache eher bei 40 ms, bei Musik noch später.
Rechtes Ohr später umWas du hörstWarum
0 msEin Klatschen in der MitteBeide Ohren stimmen überein
0,6 msEin Klatschen, nach links gerücktDer Abstand, den ein Klang von der Seite erzeugt
5 msEin Klatschen, linksPräzedenz: Die erste Ankunft entscheidet
12 msEin Klatschen links, etwas breiterDie späte Kopie gibt Fülle, keinen zweiten Klang
60 msEin Klatschen und ein EchoZu spät zum Verschmelzen
Was ist der Haas-Effekt?

Auch Präzedenzeffekt genannt: Erreicht dich derselbe Klang zweimal innerhalb von etwa 30 ms, hörst du einen einzigen Klang, und zwar dort, woher der erste kam.

Warum brauche ich Kopfhörer?

Der Effekt hängt hier davon ab, was jedes Ohr für sich allein hört. Über Lautsprecher hören beide Ohren beide Lautsprecher, und die Verzögerungen vermischen sich.

Wie wird der Haas-Effekt in der Musik genutzt?

Um Klänge zu verbreitern und zu platzieren: Eine um 5 bis 30 ms verzögerte Kopie auf der anderen Seite lässt einen Klang breit wirken, ohne dass man ihn doppelt hört.

Mixe

Wähle, was du brauchst. Antippen und los – ändere, was du willst, und speichere es als deinen eigenen Mix.

Fokus-Timer

Arbeiten in Wellen.

Der Pomodoro-Rhythmus: Arbeite konzentriert mit ruhigem Sound im Ohr, dann mach eine echte Pause. Ein sanfter Glockenton markiert jeden Wechsel, so musst du nie auf die Uhr schauen. Jede vierte Pause ist eine lange.

25:00Fokus · 1 von 4

Sound beim Arbeiten

Atmen

Atme langsamer.

Folge dem Kreis und dem Klang: Er steigt beim Einatmen und sinkt beim Ausatmen. Wähle einen Rhythmus oder stell deinen eigenen ein – und such dir aus, was darunter läuft.

Bereit

Sound beim Atmen

Rauschgenerator

Rauschen in jeder Farbe, von tiefem Braun bis hellem Violett – und alles dazwischen.

Braunes Rauschen
Spektrum · 20 Hz – 20 kHz

Klangwissen

Die Farben des Rauschens

Gleicher Zufall, andere Neigung. Jede Farbe verschiebt die Energie zwischen tiefen und hohen Tönen – so klingt das.

Weiß

0 dB / Oktave

Gleiche Energie auf jeder Frequenz. Weil wir in Oktaven hören, klingt es hell und zischend – das klassische „Fernsehrauschen“.

Rosa

−3 dB / Oktave

Gleiche Energie in jeder Oktave, deshalb klingt es für das Ohr ausgewogen. Gleichmäßiger Regen, raschelndes Laub. Beliebt zum Konzentrieren.

Braun

−6 dB / Oktave

Tief und warm, wie ein ferner Wasserfall oder eine Flugzeugkabine. Überdeckt Stimmen und Verkehr ganz ohne Zischen.

Grau

Kurve gleicher Lautheit

Nach unserem Gehör geformt, sodass jede Tonhöhe gleich laut wirkt. Ausgewogen und weich.

Blau

+3 dB / Oktave

Das Spiegelbild von Rosa: mehr Höhen als Bass. Luftig, klar, wie feiner Sprühnebel.

Violett

+6 dB / Oktave

Fast nur Höhen, wie zischendes Wasser. Wird manchmal genutzt, um hohes Klingeln zu überdecken.

Ruhe

Sanfte Klänge zum Ankommen: Klangschalen, ein langsamer, warmer Klangteppich und ein Windspiel, so gestimmt, dass jeder Ton passt.

Frequenzen

Berühmte Töne auf eigenen Seiten: Hör sie direkt im Vergleich, mit ehrlichen Fakten.

Klangphänomene

Wie Schall sich beugt, verschiebt, mitschwingt und das Ohr täuscht, und warum es im Weltall still ist: Hör es dir selbst an.

Natur

Räume & Reisen

Tiere & Landleben

Eine schnurrende Katze, Wale und Delfine, eine Nachtigall im Dunkeln, Kuhglocken auf der Sommerweide. Wunderschön in Stereo.

Für Babys

Mutterleib-Geräusche sind das, was ein Baby neun Monate lang gehört hat: das tiefe Rauschen des Blutstroms und der Herzschlag.

Hör- und Lautsprechertests

Prüfe deine Ohren, Kopfhörer und Lautsprecher – jeder Test auf einer eigenen Seite, mit Live-Bild.

Ohrenalter · 60 Sekunden

Teste deine Ohren.

Unsere Ohren verlieren zuerst die höchsten Töne – und das beginnt früh. Finde den höchsten Ton, den du noch hörst, und sieh, welches Alter dafür typisch ist.

  • Kopfhörer auf, ruhiger Raum
  • Stell beim 1-kHz-Ton eine angenehme Lautstärke ein
  • Nicht lauter drehen, wenn ein Ton verschwindet – genau darum geht’s
20.000Hz

Hörst du das noch?

Ohrenalter-Test →

Weitere Hörtests

Prüfe deine Kopfhörer, finde den tiefsten Bass, den dein Setup schafft, oder spiel jede beliebige Tonhöhe.

Kopfhörer-Check

Links & rechts

Jedes Ohr sollte seine eigene Seite hören. Das ist wichtig für 8D, binaurale Beats und jeden Stereo-Sound hier.

Kopfhörer auf, dann tippe auf eine Seite.

Basstest

Wie tief kommst du?

Tiefe Töne von 200 Hz bis hinunter zu 20 Hz, der Untergrenze des menschlichen Gehörs. Getestet werden dabei vor allem deine Lautsprecher oder Kopfhörer.

Tongenerator

Jede Tonhöhe, 20 Hz – 20 kHz

Hz

Fang leise an: Hohe Töne und Rechteckwellen ermüden schnell.

Nimm es mit ins Bett

Eine App ohne App Store.

Füge Ears & Waves deinem Startbildschirm hinzu, und es öffnet sich wie jede andere App – im Vollbild, mit eigenem Symbol. Alles Nötige wird auf deinem Gerät gespeichert, so läuft es auch im Flugzeug, im Zelt oder ohne WLAN weiter.

Offline-Modus wird vorbereitet…
  • Funktioniert offlineKein Streaming. Jeder Sound entsteht auf deinem Gerät.
  • Bildschirm ausLäuft weiter, auch wenn das Handy gesperrt ist. Der Timer blendet sanft aus.
  • PrivatKein Konto, keine Werbung, keine Cookies. Deine Mixe bleiben auf deinem Gerät.
Tiefschlaf