EARS & WAVES

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Die Kombinationstöne.

Spiel zwei hohe Töne zusammen, und wenn du genau hinhörst, hörst du einen dritten, viel tieferen, der gar nicht im Klang enthalten ist. Dein eigenes Ohr erzeugt ihn: Tartinis „dritter Ton“.

Läuft gerade Tiefschlaf

Hör den Phantomton

Tippe ein Beispiel an, um es abzuspielen, und noch einmal für Pause. Achte unterhalb der beiden Pfeiftöne auf einen leisen, tiefen Ton; eine mittlere Lautstärke reicht, halte sie also angenehm. Das Bild markiert, wo er läge: Im Klang selbst ist er nicht.

So entstehen Kombinationstöne

Dein Innenohr ist kein perfekt lineares Mikrofon. Treffen zwei Töne gleichzeitig ein, verbiegt sich die Antwort der Hörschnecke ein wenig und erzeugt neue Frequenzen, die gar nicht in der Luft waren: am deutlichsten die Differenz f2 − f1 und 2f1 − f2. Spiel 2000 und 2400 Hz, und es erscheinen leise 400 Hz, erzeugt von deinem Ohr selbst.

Weil der Ton in dir entsteht, bewegt er sich mit den beiden echten Tönen: Verschiebst du einen davon, gleitet der Phantomton mit, oft in die Gegenrichtung. Geiger prüfen mit diesen Tönen die Stimmung von Doppelgriffen, und Forscher messen sie direkt im Ohr als otoakustische Emissionen.

Was oft verwechselt wird

  • Ein Kombinationston ist nicht der fehlende Grundton: Dort erkennt das Gehirn ein Muster aus Obertönen, hier entsteht ein echtes Verzerrungsprodukt des Ohrs.
  • Der Geiger Giuseppe Tartini beschrieb den „dritten Ton“ 1754 und sagte, er habe ihn Jahrzehnte früher entdeckt; der deutsche Organist Georg Andreas Sorge schrieb schon 1744 darüber.
  • Das Spektrum des Klangs zeigt hier nur die beiden Töne: Der dritte existiert nur in deinem Ohr, deshalb zeichnet das Bild ihn als gestrichelte Linie.
  • Je lauter die beiden Töne, desto stärker der Kombinationston – deshalb ist er bei mittlerer Lautstärke am leichtesten zu hören, nicht bei sehr leiser.
Zwei TöneDifferenzton (f2 − f1)Kubischer Differenzton (2f1 − f2)
2000 + 2400 Hz400 Hz1600 Hz
2400 + 3000 Hz600 Hz1800 Hz
2000 + 2200 Hz200 Hz1800 Hz
2000 + 2800 Hz800 Hz1200 Hz
Was ist ein Tartini-Ton?

Ein Kombinationston: ein dritter, tieferer Ton, den man hört, wenn zwei Töne zusammen klingen – meist bei der Differenz ihrer Frequenzen. Er entsteht im Ohr.

Warum hört ihn nicht jeder?

Er ist leise und hängt von der Lautstärke, vom Ohr und von der Aufmerksamkeit ab. Probier das gleitende Beispiel: Ein tiefer Ton, der sich gegen die hohen bewegt, fällt leichter auf.

Ist das dasselbe wie eine Schwebung?

Nein. Schwebungen sind ein langsames An- und Abschwellen zweier naher Töne; Kombinationstöne entstehen, wenn die Töne weit auseinanderliegen, und sind als eigene Tonhöhe zu hören.

Mixe

Wähle, was du brauchst. Antippen und los – ändere, was du willst, und speichere es als deinen eigenen Mix.

Fokus-Timer

Arbeiten in Wellen.

Der Pomodoro-Rhythmus: Arbeite konzentriert mit ruhigem Sound im Ohr, dann mach eine echte Pause. Ein sanfter Glockenton markiert jeden Wechsel, so musst du nie auf die Uhr schauen. Jede vierte Pause ist eine lange.

25:00Fokus · 1 von 4

Sound beim Arbeiten

Atmen

Atme langsamer.

Folge dem Kreis und dem Klang: Er steigt beim Einatmen und sinkt beim Ausatmen. Wähle einen Rhythmus oder stell deinen eigenen ein – und such dir aus, was darunter läuft.

Bereit

Sound beim Atmen

Rauschgenerator

Rauschen in jeder Farbe, von tiefem Braun bis hellem Violett – und alles dazwischen.

Braunes Rauschen
Spektrum · 20 Hz – 20 kHz

Klangwissen

Die Farben des Rauschens

Gleicher Zufall, andere Neigung. Jede Farbe verschiebt die Energie zwischen tiefen und hohen Tönen – so klingt das.

Weiß

0 dB / Oktave

Gleiche Energie auf jeder Frequenz. Weil wir in Oktaven hören, klingt es hell und zischend – das klassische „Fernsehrauschen“.

Rosa

−3 dB / Oktave

Gleiche Energie in jeder Oktave, deshalb klingt es für das Ohr ausgewogen. Gleichmäßiger Regen, raschelndes Laub. Beliebt zum Konzentrieren.

Braun

−6 dB / Oktave

Tief und warm, wie ein ferner Wasserfall oder eine Flugzeugkabine. Überdeckt Stimmen und Verkehr ganz ohne Zischen.

Grau

Kurve gleicher Lautheit

Nach unserem Gehör geformt, sodass jede Tonhöhe gleich laut wirkt. Ausgewogen und weich.

Blau

+3 dB / Oktave

Das Spiegelbild von Rosa: mehr Höhen als Bass. Luftig, klar, wie feiner Sprühnebel.

Violett

+6 dB / Oktave

Fast nur Höhen, wie zischendes Wasser. Wird manchmal genutzt, um hohes Klingeln zu überdecken.

Ruhe

Sanfte Klänge zum Ankommen: Klangschalen, ein langsamer, warmer Klangteppich und ein Windspiel, so gestimmt, dass jeder Ton passt.

Frequenzen

Berühmte Töne auf eigenen Seiten: Hör sie direkt im Vergleich, mit ehrlichen Fakten.

Klangphänomene

Wie Schall sich beugt, verschiebt, mitschwingt und das Ohr täuscht, und warum es im Weltall still ist: Hör es dir selbst an.

Natur

Räume & Reisen

Tiere & Landleben

Eine schnurrende Katze, Wale und Delfine, eine Nachtigall im Dunkeln, Kuhglocken auf der Sommerweide. Wunderschön in Stereo.

Für Babys

Mutterleib-Geräusche sind das, was ein Baby neun Monate lang gehört hat: das tiefe Rauschen des Blutstroms und der Herzschlag.

Hör- und Lautsprechertests

Prüfe deine Ohren, Kopfhörer und Lautsprecher – jeder Test auf einer eigenen Seite, mit Live-Bild.

Ohrenalter · 60 Sekunden

Teste deine Ohren.

Unsere Ohren verlieren zuerst die höchsten Töne – und das beginnt früh. Finde den höchsten Ton, den du noch hörst, und sieh, welches Alter dafür typisch ist.

  • Kopfhörer auf, ruhiger Raum
  • Stell beim 1-kHz-Ton eine angenehme Lautstärke ein
  • Nicht lauter drehen, wenn ein Ton verschwindet – genau darum geht’s
20.000Hz

Hörst du das noch?

Ohrenalter-Test →

Weitere Hörtests

Prüfe deine Kopfhörer, finde den tiefsten Bass, den dein Setup schafft, oder spiel jede beliebige Tonhöhe.

Kopfhörer-Check

Links & rechts

Jedes Ohr sollte seine eigene Seite hören. Das ist wichtig für 8D, binaurale Beats und jeden Stereo-Sound hier.

Kopfhörer auf, dann tippe auf eine Seite.

Basstest

Wie tief kommst du?

Tiefe Töne von 200 Hz bis hinunter zu 20 Hz, der Untergrenze des menschlichen Gehörs. Getestet werden dabei vor allem deine Lautsprecher oder Kopfhörer.

Tongenerator

Jede Tonhöhe, 20 Hz – 20 kHz

Hz

Fang leise an: Hohe Töne und Rechteckwellen ermüden schnell.

Nimm es mit ins Bett

Eine App ohne App Store.

Füge Ears & Waves deinem Startbildschirm hinzu, und es öffnet sich wie jede andere App – im Vollbild, mit eigenem Symbol. Alles Nötige wird auf deinem Gerät gespeichert, so läuft es auch im Flugzeug, im Zelt oder ohne WLAN weiter.

Offline-Modus wird vorbereitet…
  • Funktioniert offlineKein Streaming. Jeder Sound entsteht auf deinem Gerät.
  • Bildschirm ausLäuft weiter, auch wenn das Handy gesperrt ist. Der Timer blendet sanft aus.
  • PrivatKein Konto, keine Werbung, keine Cookies. Deine Mixe bleiben auf deinem Gerät.
Tiefschlaf